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Theater

"Ein Shakespeare geht immer!" - Theaterarbeit im Schuljahr

Leicht hat er es seiner Nachfolgerin nicht gerade gemacht. Nach vielen gelungenen Aufführungen in den letzten Jahren, fast Jahrzehnten, stellte "`Der eingebildete Kranke"' im letzten Schuljahr unzweifelhaft noch einmal ein absolutes Highlight in der "`Ära König"' dar. Der Einstieg in die Theaterarbeit am Gymnasium Selb erfolgte über die Theatergruppe der Mittelstufe, doch schon bald übernahm Rainer König von Jürgen Saalfrank den "`Grundkurs Dramatisches Gestalten"', mit Schülern aus anderen Jahrgangsstufen erweitert zum "Oberstufentheater" mit dem schönen Namen "Traum-Zeit-Theater".

Als Regisseur wollte er nie einfach nur ein Stück spielen. Er suchte das Typische oder auch das Besondere an dem zu Grunde liegenden Stoff, suchte nach thematisch verwandten Texten und Stücken und bearbeitete und verknüpfte beides zu einem buchstäblich einmaligen Stück. Mit wie viel Aufwand und Zeit solches Vorgehen verknüpft ist, kann nur der ermessen, der Gleiches schon einmal selbst versucht hat. Shakespeare war der Lieblingsautor von Rainer König (siehe Überschrift!), aber auch moderne Autoren und Stücke abseits der bekannten Schultheater-Wege inszenierte er mit Hingabe, Überzeugung - und nicht zuletzt großem Erfolg. Letzterer war auch, wie schon erwähnt und außerdem völlig zurecht, der grandiosen Aufführung von Molieres "Eingebildetem Kranken" im letzten Schuljahr beschieden. An dieser Stelle sei Rainer König ein ganz herzlicher Dank gesagt für alle geleistete Arbeit: Du hast die Theaterarbeit mit Deiner unvergleichlichen Art geprägt und dem Publikum unzählige lustige oder nachdenkliche, jedenfalls immer interessante Theaterabende bereitet!

In solche Fußstapfen treten zu müssen (aber auch zu dürfen!), stellt eine sehr große Herausforderung an mich, die ich in diesem Schuljahr Grundkurs und Theatergruppe übernommen habe, dar. Freilich habe ich nicht nur die enorm hoch gelegten Maßstäbe mitbekommen. Ich habe auch eine Gruppe von hochtalentierten und motivierten Schauspielerinnen und Schauspielern übernommen, mit denen es Spaß macht zu arbeiten, und die doch sehr optimistisch auf die kommenden Aufführungen blicken lassen. Die Proben verliefen jedenfalls für alle Beteiligten schon sehr vergnüglich. Wir hoffen, unserem Publikum mit "Der tollste Tag" von Peter Turrini zwei ebenso vergnügliche Abende (am 4. und 5. Juli im Rosenthaltheater) bereiten und damit König Fußball Paroli bieten zu können.

Ulrike Hofmann, OStR

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