Nach den Faschingsferien fanden vom 10. bis zum 12. März 2025 die Drogen- und Suchtpräventionstage der achten Jahrgangsstufe statt. Die Klassen durften hierbei jeweils von der ersten bis zur sechsten Schulstunde einem kurzweiligen Vortrag mit vielen Informationen über verschiedene Drogen, Sucht und deren Folgen lauschen. Gehalten hat ihn Kriminaloberkommissarin Stephanie Vollert von der Kriminalpolizei Hof. Die Polizistin konnte mit ihrer 23-jährigen Berufserfahrung sehr gut erklären, was passiert, wenn man Drogen nimmt, egal welcher Art.
Ihrer Meinung nach laufen vor allem Jugendliche und junge Erwachsene Gefahr in den „Drogensumpf“ abzurutschen, da sie sich in einem Alter befinden „wo man erst handelt und dann nachdenkt“ und somit die Gefahr, die falschen Entscheidungen zu treffen groß ist.
In der ersten Stunde wurde das Thema „Suchtmechanismen“ besprochen. Fragen wie „Wie kommt es zu einer Sucht?“, „Was sind die Folgen?“ und „Wie kommt man wieder aus diesem Teufelskreis heraus?“ konnten dabei geklärt werden.
In der zweiten Stunde klärte Frau Vollert die Klasse über ein Gesetz auf, das extra zum Schutz der Jugendlichen erlassen wurde. Vielen war es jedoch bis dato noch relativ unbekannt: Das Jugendschutzgesetz.
Nach der Pause handelten die folgenden zwei Stunden von einer Droge, die v.a. im letzten Jahr viel Aufmerksamkeit erregt hat: Cannabis. Durch die Teil-Legalisierung am 1. April 2024 rückt die Droge immer mehr in den Fokus, weshalb es wichtig ist, darüber informiert zu sein. Zuerst wurde das Basic-Wissen besprochen, wie das neue Gesetz, die Herstellung aus der Pflanze und die Gefahren, die davon ausgehen sowie später auch die Folgen bei einem Regelverstoß. Dann wurde die Klasse in zwei Gruppen eingeteilt. Unterstützung erhielt die Kriminaloberkommissarin hierbei von der Drogen- und Suchtbeauftragten des Walter-Gropius-Gymnasiums, StRin Christine Schwemmer. Eine Hälfte der Klasse schaute sich an, wie Cannabis unsere Orientierung und unser Sehvermögen einschränkt, indem manche der Schülerinnen und Schüler einen kleinen Parcours absolvierten. Mit einer Cannabis-Simulationsbrille mussten die Jugendlichen beispielsweise auf einer Linie laufen, einen Ball fangen oder ein Kinderpuzzle lösen. Gar nicht so einfach wie sich herausstellte. Die andere Gruppe konstruierte in der Zwischenzeit für zwei fiktive Personen jeweils einen möglichen Lebenslauf. Dabei merkte man, dass dieser sehr bunt und unterschiedlich verlaufen kann und schon einige Entscheidungen ein Leben verändern könnten. Nachdem beide Gruppen fertig waren, wurde gewechselt.
Nach der zweiten Pause erklärte Frau Vollert u.a. die Funktionsweise von Drogentests. Aufgrund einer Bitte von Eltern folgten dann Infos zu Vapes, E- Zigaretten und Co. Immer öfter gelangen diese legalen Drogen unerlaubterweise auch in die Hände von Minderjährigen. Die Polizistin machte uns auf die Risiken aufmerksam und verdeutlichte uns, dass es sich beim Rauchen nicht um einen Spaß handelt. Auch im Dampf der E-Vapes und E- Zigaretten wurden zahlreiche Schadstoffe entdeckt, zudem macht Nikotin körperlich und psychisch abhängig. Deshalb sollte man es lieber ganz lassen, auch wenn andere einen dazu drängen. „Lieber die Spaßbremse sein und ‚Nein!‘ sagen, als Gefahr zu laufen sich das Leben zu ruinieren“. Denn vor allem bei Jugendlichen besteht eine Gefahr auf langfristige Schäden.
Danach zeigte die Kommissarin uns noch weitere, im Umlauf befindliche Drogen, wie beispielsweise Morphium, Opium, Fentanyl, welche auch in der Medizin eingesetzt werden. Auch auf die „Partydroge“ Ecstasy wurde eingegangen.
Das Resümee der Klasse: „Eine gewinnbringende Veranstaltung in entspannter Atmosphäre“.
Stefanie Vollert bat abschließend die Schülerinnen und Schüler eindringlich, die Informationen dieses Tages anzunehmen, das Thema ernst zu nehmen und auf sich Acht zu geben. „Ihr habt nur einmal dieses Leben, also macht es euch nicht kaputt!“
Therese Föhst, Klasse 8b

