Die Kulturhauptstadt Chemnitz ruft

„Der Schrei“ von Edvard Munch, man muss ihn einfach gesehen haben! Zu ihm fuhren die beiden Kunstkurse der Q13 am Mittwoch, dem 29. Oktober, mit dem Bus nach Chemnitz. Viele der auch im Unterricht thematisierten Künstler konnten zudem in der Ausstellung „EDVARD MUNCH ANGST“ im Museum „Kunstsammlungen am Theaterplatz“ im Original bestaunt werden. Hier konnten die Schüler nicht nur das bekannte Werk „Der Schrei“ oder „Geschrei“ von Edvard Munch sehen, sondern auch die Werke vieler anderer namhafter Künstler, die sich mit dem Thema „Angst“ beschäftigt haben und sich von Munch inspirieren hatten lassen.

So gab es Werke von Andy Warhol, der einige Motive Munchs in großformatigen und bunten Siebdrucken umsetzte. Werke von Egon Schiele, Skulpturen von Wilhelm Lehmbruck oder auch eine Video-Performance von Marina Abramović setzten sich mit dem Thema „Angst“ auseinander und bildeten zusammen mit vielen weiteren Arbeiten eine breite, faszinierende und abwechslungsreiche Zusammenstellung zum Thema. Zur Ausstellung durften die Schüler einen Fragenkatalog bearbeiten, der im Anschluss die Möglichkeit bieten sollte, das Gesehene noch einmal gemeinsam im Unterricht Revue passieren zu lassen.

Im Anschluss ging es direkt ins Museum „Gunzenhauser“, wo die Werke des diesjährigen „GABRIELE MÜNTER PREIS“ gezeigt wurden. Dieser Preis zielt auf die Sichtbarmachung herausragender Leistungen von zeitgenössischen Bildenden Künstlerinnen und steht im Kontext zur Gleichstellung im ansonsten oft noch männlich dominierten Kunstbetrieb.

Die anderen Etagen des Museums luden die Schüler ein, sich allgemein mit dem Thema „Museum“ auseinanderzusetzen. Mit Fragesellungen wie „Was denkst du, wenn du das Wort Museum hörst?“, „Was soll ein Museum für dich sein?“ und „Was möchtest du bei einem Museumsbesuch gerne machen?“ wurden die Schüler direkt konfrontiert und zugleich gab es verschiedenste Kunstprojekte, bei denen die Schüler durch aktives Tun das Werk verändern oder auch mitgestalten konnten.

Am Abend ging es mit dem Bus wieder heim. Die vielseitigen Eindrücke der Ausstellungen bieten für den Rest des Schuljahres sicher zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Unterricht.

Riccarda Schneider und Susanne Becher