Kiwi rockt das Atrium

Auch heuer durften wir das Junge Thater Hof mit dem Stück „Kiwi on the Rocks“ wieder an unserer Schule begrüßen. Im Atrium konnte die 8. Jahrgangsstufe das Klassenzimmerstück von Daniel Ratthei (in diesem Falle das Atriumstück) hautnah mitverfolgen.

Die junge Kirsten Wittenbrinck (beeindruckend dargestellt von Alexandra Ebert) liebt es auf Partys zu gehen und genießt ihr Leben in vollen Zügen. Hierbei nimmt jedoch Alkohol einen immer größeren Stellenwert in ihrem Leben ein, das dadurch zusehends aus den Fugen gerät. Die Bilder einer „kotzenden Kiwi“, die in den sozialen Medien die Runde machen, stellen hierbei nur den Anfang dar. Nach und nach überlässt Kiwi immer stärker dem Alkohol die Kontrolle über sich und lässt zu, dass ihr alles egal wird. So auch in einer Nacht, in der alles aus dem Ruder läuft. Schlussendlich sieht Kiwi nur noch einen Ausweg…

Im Anschluss an die Vorstellung, welche weitaus mehr war als ein Stück über Alkoholmissbrauch, hatten die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe Gelegenheit, sowohl mit der Darstellerin des Stücks, als auch mit der Theaterpädagogin Janina Werner in offenen Austausch zu treten. Gemeinsam wurde danach u.a. überlegt, wie die Geschichte eine positive Wendung nehmen hätte können und welche Unterstützung hilfreich für Kiwi gewesen wäre.

Das Thema „Suchtgefahren und Gesundheit“ ist im gymnasialen Biologie-Lehrplan der 8. Jahrgangsstufe verankert. Neben der Familie ist es somit auch ein Anliegen des Walter-Gropius-Gymnasiums, einen Beitrag zur Suchtprävention zu leisten. Als besonders wirksam im Hinblick auf gesundheitsförderliche Einstellungen und Verhaltensweisen gilt die Prävention, wenn diese die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler anspricht, so wie im Stück „Kiwi on the Rocks“ geschehen. Die Jugendlichen sollen hierbei ohne „erhobenen Zeigefinger“ dazu angeregt werden, ihren Alkoholkonsum kritisch zu reflektieren.

Ein großes Dankeschön ergeht an dieser Stelle noch an den Arbeitskreis „Sucht“ des Landkreises Wunsiedel, der durch eine großzügige Unterstützung die Aufführung erst ermöglicht hat.

StRin Christine Schwemmer