Egal ob zu viel Schokolade, Kaffee oder die zehnte Folge der Lieblingsserie am Stück – irgendeine Art von Suchtverhalten legen wohl viele Menschen mal an den Tag. Süchte können vergleichsweise harmlos sein, oder eben auch nicht.
Gemäß dem Bundesgesundheitsministerium hat in etwa jeder zehnte Mensch in Deutschland im letzten Jahr mindestens einmal illegale Drogen konsumiert. Gut 1.500 Todesfälle im Jahr sind in Deutschland auf illegalen Drogenmissbrauch zurückzuführen. Zudem sterben in Deutschland jährlich weitere 20.000 Menschen an den Folgen schädlichen Alkoholkonsums und mindestens 127.000 Personen vorzeitig an den Folgen des Tabakkonsums.
Suchtprävention ist uns als Schule ein zentrales Anliegen. Daher wurde am 17. September 2024 sämtlichen Acht-, Neunt-, und Elftklässlern der Besuch des Revolution Trains ermöglicht.
Bei dem Revolution Train handelt es sich um einen gut 165 Meter langen und rund 300 Tonnen schweren, in Tschechien entwickelten, Zug, der eine reale Geschichte beherbergt.
Beim Durchlaufen von sechs Waggons konnten die Schülerinnen und Schüler die Erlebnisse von Altersgenossen verfolgen, die in unterschiedlicher Form Kontakt mit Drogen hatten. Entsprechende Filmausschnitte und nachgebaute Kulissen machten das Ganze erlebbar. So fanden sich die Jugendlichen u.a. in einer Bar, bei einem Autounfall , in einer Gefängniszelle oder auch in einer verwahrlosten Wohnung von Drogenabhängigen wieder.
Ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben, wurde den jungen Besuchern des Revolution Trains anhand der Situation Gelegenheit gegeben, sich selbst zu reflektieren, Entscheidungen bewusst zu treffen und Konsequenzen für das eigene Leben zu erkennen.
Zum Nachdenken angeregt hat der Besuch des Anti-Drogen-Zugs die Jugendliche auf jeden Fall! Eine Nachbereitung der Exkursion wird in einigen Wochen, vorrangig im Biologieunterricht, erfolgen.
StRin Christine Schwemmer, Drogen- und Suchtbeauftragte

