Digitalisierung als Potenzial – der Pädagogische Tag am WGG

Erfolgreich hatte sich das Walter-Gropius-Gymnasium für die Teilnahme am Pilotprojekt „Digitale Schule der Zukunft“, ausgeschrieben vom bayerischen Kultusministerium, beworben. Nun nimmt es – neben 11 anderen Gymnasien in Oberfranken – im Schuljahr 2022/23 an dieser digitalen Bildungsoffensive teil.

Natürlich müssen dafür Rahmenbedingungen feststehen, um Klarheit und Transparenz für alle zu schaffen.

  • Voraussichtlich nach den Herbstferien, wenn der Bestell- und Lieferprozess abgeschlossen ist, soll die Arbeit mit den Tablets beginnen.
  • Aus pädagogischen Gründen wurden die Klassenstufen 6 und 7 ausgewählt.
  • Zeitnah findet für die Eltern dieser Kinder ein Elternabend statt. Neben der Schulleitung werden auch Mitglieder des neu gegründeten Medienteams sowie des Elternbeirats anwesend sein. Hier wird das Pilotprojekt in allen Einzelheiten vorgestellt.
  • Verbindliche Regeln für den Umgang mit dem Tablet sind wichtig, beispielsweise die Verpflichtung, immer mit einem voll aufgeladenen Endgerät und Stift in die Schule zu kommen.

Schulung der Lehrkräfte

Damit die Lehrkräfte für das Unterrichten mit dem Tablet entsprechend gerüstet sind, stand der Pädagogische Tag, der am WGG traditionell am Montag vor Schulbeginn stattfindet, ganz im Zeichen der Digitalisierung. Aus verschiedenen Modulen, die von versierten Lehrkräften geleitet wurden, konnten sich die Unterrichtenden bei dieser Fortbildung passgenau ihr Programm zusammenstellen.

Unterricht mit digitalen Werkzeugen

Chancen sehen die Referentinnen und Referenten vor allem in den erweiterten Möglichkeiten, die Lernenden zu aktivieren, und in den sich nun bietenden Perspektiven, mit den Schützlingen zu arbeiten. Als Beispiel stellt Stephanie Ulrich, Studienrätin für Deutsch, Geschichte und Sozialkunde, das webbasierte Tool „Padlet“ vor sowie die Notizenapp „GoodNotes“, die die analoge Heftführung ersetzen soll.

Mit Hilfe eines Beispiels aus dem Geschichtsunterricht in der Oberstufe veranschaulicht OStRin Spangler die Grundzüge der Kollaborationsplattform Miro

Wo kann man analogen Unterricht verbessern, welche digitalen Tools dienen als Bereicherung? Neben „Mentimeter“, einer App, mit der man ein Umfrage-Feedback in Echtzeit erhält, erläutert OStRin Steffi Spangler den Umgang mit „Miro“: Hier arbeiten die Schülerinnen und Schüler gleichzeitig und gemeinsam an einem Thema, indem sie Zugriff auf eine Oberfläche haben und so sehen, zu welchem Ergebnis die anderen kommen. Ein sehr motivierendes Instrument, wie Frau Spangler versichert. Auch bei der Anwendungssoftware„Zumpad“, die StD Eschenbeck präsentiert, steht das kooperative Lernen im Vordergrund, wenn eine Klasse im Deutschunterricht gemeinsam an einem Text arbeitet, beispielsweise an der Ausgestaltung eines spannenden Höhepunkts in einer Erzählung oder eines überzeugenden Arguments in einer Erörterung.

Am Ende des Pädagogischen Tags steht fest: Das digitale WGG der Zukunft wird völlig neue Perspektiven und Möglichkeiten bieten!

OStRin Silke Sachs