Endlich wieder Live-Musik

Die WGG-Bands „Jazz-AG“ und „Underground“ und Austausch-Schülerin Eponine le Gratiet füllen in der Hörzeit die Kirche mit schwungvollen und zarten Klängen

Die Jazz-AG bei der Generalprobe

Sehr dankbar nahmen die Schüler aus der Kooperation WGG – Musikschule das Angebot der Stadtkirchengemeinde Selb an, eine Andacht der Reihe „Hörzeit“ in der Stadtkirche musikalisch zu gestalten; war es doch nach vielen Monaten die erste Möglichkeit, endlich wieder einmal live aufzutreten und die erarbeiteten Songs einem Publikum zu präsentieren.

Die liturgische Leitung und Textgestaltung lag in den Händen von Silke Meyer und als perfekte Ergänzung zu den beiden Bands gesellte sich noch unsere französische Austausch-Schülerin Eponine le Gratiet mit der großen Konzertharfe dazu, was einen spürbaren Klangwechsel versprach.

Ziel der Song-Auswahl war, an die Lebenswirklichkeit in diesen Zeiten zu erinnern und dem liturgischen Gesamtkonzept gerecht zu werden.

So erklang zu Beginn der sehr melancholische Titel „Mad World“ (Tears for Fears), sicher und einfühlsam gesungen von Laura Meyer, mit warmen Klängen und sanftem Rhythmus begleitet von „Underground“.

Underground mit Laura Meyer

Nach den ersten liturgischen Teilen und Textabschnitten aus dem Hiobbuch brachte die Jazz-AG den Spiritual „Wade In The Water“ zu Gehör in einer sehr jazzigen, rhythmusbetonten Instrumentalversion. Die an den Blasinstrumenten verstärkenden Hanna Völkl und Christian Henkel (beide „Ehemalige“ der Jazz-AG) ergänzten klanglich mit einer kräftigen Portion Big-Band-Sound und verschafften dieser Version charakterstarke Eigenständigkeit.

Eponine le Gratiet sorgte für eine wunderschöne Änderung der Klangfarbe und verzauberte die Anwesenden mit einer Version des ebenso alten (16.Jhd) wie sehr beliebten Liedes „Greensleeves“. Die Melodie wurde dabei in sich steigernden virtuosen Varianten kontinuierlich reichhaltiger koloriert.

Eponine le Gratiet

Mit „Superstition“ (Stevie Wonder) wechselte der Stil in rhythmisch-funky. Das von den Clavi- und Gitarrenriffs angeheizte Lied spricht sich gegen alle Formen von Aberglauben aus und kann auch ohne Gesang erstaunlich mitreißen, die Jazz-AG demonstrierte das nachhaltig. Die für die beiden Bands von ihrem Coach individuell angefertigten Arrangements sorgten dabei dafür, dass sich alle MusikerInnen (von Klassenstufe 6 bis Q12) bestens präsentieren konnten und sehr gut gelaunt aufspielten.

Zum Schluss steuerte „Underground“ noch das „Segenslied“ von Thomas Riegler bei, ein Song aus dem Kindermusical „König David“, der für einen ruhigen, besinnlichen Abschluss der musikalischen Andachtsstunde sorgte. 

Das Publikum bedachte unsere Schüler*innen sowie die Liturgin mit sehr langem und kräftigem Applaus. Alle Anwesenden hatten die Spannung und Freude gespürt, die mit dem ersten Live-Auftritt nach langer Zeit einherging – möge es zukünftig noch öfter solche Möglichkeiten geben!