Hospitanten aus Ungarn

Eszter Molnár und László Koller aus, beide Deutschlehrkräfte am Petöfi-Gymnasium in Pápa/Ungarn, haben im Oktober zwei Tage lang am WGG hospitiert und dabei den Unterricht in verschiedenen Klassen und Fächern beobachtet. Ihr Eindruck: Schon von der Unterstufe an werden unsere Schülerinnen und Schüler zum kritischen Denken und Reflektieren angehalten und damit zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern erzogen. In Ungarn werde hingegen bis zum Abitur das reine Reproduzieren von Unterrichtsinhalten gefordert.

Außerdem hat die ungarischen Kollegen die Durchlässigkeit zwischen den Bildungsgängen überzeugt, die im bayerischen Schulsystem trotz der relativ frühen Separation vorhanden ist. Die ungarischen Kinder und Jugendlichen hingegen besuchen bis einschließlich Jahrgangsstufe 8 eine Gemeinschaftsschule, bevor sich die Wege trennen, dies dann aber endgültig – das Abitur kann in Ungarn von Nicht-Gymnasiasten nicht nachgeholt werden, wie das in Bayern z. B. an einer BOS oder FOS möglich ist.

StDin Dr. Christine Wlasak-Feik