Seit vergangenem Dienstagabend sind wir, eine Gruppe von 21 Schülerinnen und Schülern aus den Klassen 8 bis 10 sowie die beiden begleitenden Lehrkräfte Andreas Gebauer und Silke Sachs, in Angers.
Angers, c’est où exactement?
Sicher wollt ihr zunächst Näheres über Angers erfahren. Hier wohnen ca. 150000 Menschen, es ist die Hauptstadt des Départements Maine-et-Loire und der Vorort Beaucouzé ist die Partnerstadt von Selb. Unsere Partnerschule, die wir am ersten Tag in einem Schulrundgang erkundeten, heißt <<Collège Rabelais>>. Insgesamt waren wir bisher gemeinsam mit unseren Corres, also unseren jeweiligen Austauschpartnern, in vier Unterrichtsstunden. Mit 55 Minuten dauern die Kurse etwas länger als bei uns. Auch dass das Schulgelände eingezäunt ist und dass es eine Art Einlasskontrolle gibt, war für uns etwas ungewohnt. Wenn eine Lehrkraft krank ist, wird sie übrigens nicht vertreten, sondern die Schülerinnen und Schüler werden in der sogenannten <<perm>> vom Betreuungspersonal beaufsichtigt.

Notre programme pendant le séjour
Monsieur Jansing, der Deutschlehrer unserer corres, hat ein ziemlich abwechlsungreiches Programm für unsere Gruppe zusammengestellt. Am ersten Nachmittag zunächst eine Stadterkundung von Angers, dann ein gemeinsamer Ganztagesausflug nach Nantes, das etwa 80 Kilometer von Angers entfernt ist. Hier haben wir viele Sehenswürdigkeiten entdeckt, die wir schon aus unserem Lehrwerk Découvertes kennen: Die Kathedrale von Nantes sowie die aus dem 19. Jahrhundert stammende Einkaufspassage Pommeraye, in der sich wunderbar flanieren lässt.


Am Nachmittag ging es weiter Richtung Atlantik. Im Meereszentrum von Le Croisic begeisterten uns die Unterwasserwelt, aber auch die süßen Pinguine.

Der Freitag stand ganz im Zeichen regionaler Traditionen. Im Musée de l‘Ardoise, das in einem ehemaligen Schieferbruch eingerichtet ist, wurde uns das Spalten von Schiefer vorgeführt. Dafür braucht es einerseits viel Kraft, aber auch viel Fingerspitzengefühl – und ein feines Gehör, weil man die Qualität des Schiefers quasi am Klang erkennen kann.

Sicher hat jeder von euch schon einmal Boccia oder Pétanque gespielt. Hier in der Gegend ist man besonders stolz auf eine regionale Variante dieses Zeitvertreibs. Die Kugeln sind nicht rund und man spielt auf einem an den Seiten gerundeten Holzboden – in Pantoffeln, um den Boden zu schützen.

Das Wochenende ist nun für Unternehmungen in den Familien reserviert: „Wir gehen zum Bowling.“ – „In Angers ist gerade Jahrmarkt, da will meine Gastfamilie mit mir hin.“ – „ Bei uns geht es noch einmal nach Nantes.“
Für heute sagen wir <<à bientôt>> und senden euch herzliche Grüße aus Frankreich!
OStRin S. Sachs
