Es ist Oktober, es ist die Zeit kurz vor den Herbstferien – es ist der Moment für die Schullandheimfahrt des WGG. Vom 21.10. – 25.10.2024 waren die drei 5. Klassen des Gymnasiums in der Jugendherberge Pottenstein zu Gast, um sich nach den spannenden ersten Wochen an der neuen Schule noch besser kennenzulernen und gemeinsam viele interessante Aktivitäten zu unternehmen. Begleitet wurden sie von ihren Klassenleitern Andreas Wagner, Marcus Stöckel und Dominik Krämer sowie den Lehrkräften Christine Schwemmer, Maria Blümlhuber und Jens König. Auf dem Programm standen unter anderem der Besuch der Teufelshöhle, eine Führung mit dem Pottensteiner Nachtwächter, ein Besuch der Museums Fränkische Schweiz oder ein Ausflug in den Soccerpark nach Regenthal, in dem Fußballgolf gespielt oder geklettert werden konnte. In der Märchenhöhle auf dem Gelände der Jugendherberge wurden bei Kerzenschein skurrile Rätselgeschichten gelöst und am großen Lagerfeuerplatz endete die Woche mit einem gemeinsamen Stockbrotessen.
Soweit die bekannten Programmpunkte und Fakten, die schon aus den letzten Jahren bekannt sind. Aber eine trockene Übersicht zu so einem besonderen Erlebnis? Nein, das geht natürlich nicht! Denn eine Woche Schullandheim heißt ja auch, sich an ganz andere Umstände zu gewöhnen, es miteinander auszuhalten, auch wenn man mal gar keinen Bock auf die Zimmernachbarn und Mitbewohner hat und sich gegenseitig zu unterstützen, wenn man Hilfe braucht. Das konnte der Fall bei den Wanderungen zur Himmelsleiter sein, wenn die Füße doch weh taten, oder beim Basteln, wenn das Papier für die Adventsüberraschungstüten sich einfach nicht so gerade falten ließ wie gedacht. Aber das war auch der Fall, wenn das Heimweh am Abend groß und eigentlich alles doof war – dann wurden aus den Klassenkameraden die Freunde, die einem Tee brachten oder genau die richtige Ablenkung fanden. Und das war der Fall, wenn die erzählten Geschichten doch gruseliger waren als erwartet und man eine Hand zum Halten brauchte, genauso wie im Hochseilgarten oder beim Bouldern. Und nur gemeinsam macht es natürlich Spaß, in der Freizeit miteinander auf den Spielplatz der Jugendherberge zu gehen, zusammen Fußball zu spielen, die (gefühlt) Tonnen von Süßigkeiten aus den Koffern zu holen und zu naschen oder mit den Lehrern zu quatschen, die ja plötzlich Tag und Nacht da und viel mehr als nur die sind, die „immer da vorne vor der Klasse stehen“. Sie waren Wegweiser bei der Stadtrallye, Wächter über die große Spielekiste, Aufsichten beim Minigolf, strenge Kontrolleure bei der Zimmerolympiade und begeisterte Leser der Tagebücher – und noch so einiges mehr, um die Zeit in Pottenstein so gut und schnell wie möglich zusammen zu verbringen.
Manchen erschienen die Stunden zunächst viel zu langsam zu vergehen, nur um dann plötzlich festzustellen, dass ja schon Donnerstag ist und damit der Tag vor der Rückfahrt. Heimweh darf schon einmal aufkommen, aber Langeweile auf gar keinen Fall – auch in diesem Jahr passierte das nicht. Der Stressfaktor war bestimmt ab und zu groß, der Spaßfaktor aber die ganze Zeit noch viel größer, und deswegen (und auch dank des Wetters, das so gut wie immer mitspielte) war es wieder eine ganz besondere Fahrt der 5. Klassen nach Pottenstein!
OStR Jens König

