Sie gehören zum Ende eines Schuljahres wie die Spieleturniere oder die Sommerserenade: die Vorlesewettbewerbe in den Fächern Englisch und Französisch. Alljährlich treffen sich die Siegerinnen und Sieger aus den klasseninternen Vorrunden zum Finale und ermitteln den besten Vorleser – oder die beste Vorleserin, in diesem Jahr setzten sich nämlich in beiden Fächern die Mädchen durch. Im ersten Durchgang durften die Schülerinnen und Schüler einen bekannten Text nach Wahl vorlesen, in der zweiten Runde mussten sie sich mit einem Stück eines unbekannten Textes auseinandersetzen. In der 5. Klasse standen „The captain and the cabin boy“ und “Lucky Luke?” zur Auswahl, “The end of world time” hieß die Geschichte, die für alle neu war. Im Fach Französisch konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst zwischen Absätzen der Geschichten aus den Kapiteln 5 und 6 des Lehrbuchs entscheiden, unbekannt war der Text „Les Hiboux“, der von einem Basketballteam handelt. Die Jury – in Englisch die Fachlehrkräfte der drei 5. Klassen (Jens König, Andreas Wagner, Alexandra Benker, in Französisch Fachlehrer Jens König, Französischlehrerin Silke Sachs und der Vorsitzende des Vereins der Freunde, Dr. Bernd Freiherr von Chiari) – bewertete die Kriterien Genauigkeit, Aussprache, Flüssigkeit und Betonung.
Viele Leistungen lagen sehr eng beieinander, denn alle Kinder gaben natürlich ihr Bestes. Doch so schwer die Wahl auch fiel, sie musste getroffen werden. Im Vorlesewettbewerb Englisch gewann Jennifer Mizrany vor Elina Sippel (beide 5cb) und Kiedis Gare (5b); Karl Iwansky (5b), Livia Gemeinhardt und Moritz Sporer (beide 5a) belegten den geteilten 4. Platz. In Französisch war Anika Meedt (6b) die beste Vorleserin, gefolgt von Lotta-Marie Buchmann (6cb) und Yunus Karip (6b). Auch hier gab es einen geteilten 4. Platz, auf dem Theodor Schaefer, Luisa Seidel (beide 6b) und Almila Türk landeten.
Wer sich zutraut, vor einer Jury vorzulesen, der hat sich natürlich auch eine Belohnung verdient, deswegen ging niemand leer aus: alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen eine Urkunde, dazu gab es kleine Geschenke, Lesestoff für die Ferien oder Eisgutscheine, denn ein Buch in der einen, ein leckeres Eis in der anderen Hand, das hat doch was!
Die besten Lateiner der 6. Jahrgangsstufe stellten sich einer etwas anderen, aber genauso großen Herausforderung. Beim Clodius-Wettbewerb, das steht für certamen latinum optimorum discipulorum in urbe Selbensi, lösten sie knifflige Grammatikrätsel und bewiesen bemerkenswertes Textverständnis. Die Beste der Besten ist in diesem Jahr Victoria Mackiewicz (6b), dicht gefolgt von Vivien Schricker (6b) und Leo Schäfer (6cb). Zusammen mit den Platzierten Anna Götz, Lilly Goller, Paul Heimholt, Fynn Fraas, Gabriel Hüttel, Frederik Dorn und Melina Groh freuten sie sich nicht nur über Anerkennung, sondern auch über ihre tollen „lateinischen Preise“.
OStR Jens König, StRin Stephanie Schicker


