Schulfest: Gewitter? Welches Gewitter?

Man hätte es ja verstehen können, wenn alle Schülerinnen und Schüler, alle Lehrkräfte und alle Besucher des WGG-Schulfests am 25. Juli ab 14.45 Uhr mit langen Gesichtern herumgelaufen wären. Denn um diese Zeit hatte es kräftig zu regnen begonnen, die Hoffnung, aus den umherziehenden dunklen Wolken würden nur ein paar Tropfen fallen und die vielen Stände auf dem Pausenhof des Gymnasiums bis hinüber zur Wiese an der Realschule könnten dort bleiben und weiter besucht werden, war schnell hinfällig.

Alles, was seit dem Vormittag aufgebaut und vorbereitet worden war – Spielgeräte, Plakate oder Parcours – musste eingepackt und in die Schule gebracht werden. Der Regen ließ zwar einige Minuten später tatsächlich wieder nach, aber er blieb ein weiterer Gast beim Fest und hatte außerdem Begleitung in Form von Donner und Blitzen mitgebracht, unter diesen Umständen kann man natürlich nicht draußen feiern.

Also lauter Gründe für schlechte Laune? Nein, überhaupt nicht, denn alle machten das Beste daraus: viele der Stationen, die die Jahrgänge 5-8 eingerichtet hatten, konnten nach kurzer Pause und einigen Überlegungen auch drinnen angeboten werden – die Bobbycars fuhren eben im Gang, die Fotobox stand freundschaftlich neben dem Eishockeytor, Fußballgolf wurde zum Fußballminigolf samt Handballeinlage im nächsten Gang; das Dosenwerfen klappte genauso gut vor dem Pausenverkauf und lateinische Spiele sind auch im Klassenzimmer möglich, ebenso fand die Göttermodenshow ihren passenden Rahmen in der Schule statt außen unter den Bäumen.

Kinderschminken, Quizstationen wie „1,2 oder 3“ und „Wer weiß denn sowas“ zu politischen Themen waren von vornherein für drinnen angelegt gewesen, ebenso Karaoke und der umlagerte Stand der SMV, die die ganze Palette an WGG-Bekleidung präsentierte und T-Shirts sogar direkt vor Ort individuell bedruckte. So herrschte in der Pausenhalle mit einem Mal ein fröhliches, kreatives Chaos, in dem aber jeder seinen Platz finden konnte – genügend Tische und Bänke waren auch in der Schule aufgestellt, sowohl in der Halle als auch im Atrium, dort waren auch die Verpflegungsstände untergebracht, von Waffeln und Kuchen über Pizza, Fruchtspießen bis zu Leberkäse und Cocktails wurden keine Wünsche offen gelassen – warum ein Gericht wohl „Spießhammer“ getauft war?

Wer es etwas alpenländischer mochte, fand Apfelstrudel und Almdudler in der Bibliothek und bekam dort sogar noch etwas auf die Ohren, nämlich einen von den Schülern selbst produzierten Podcast zum Thema Österreich. Kurz, es gab viel zu entdecken und zu probieren – kombiniert mit einer Rallye machte das Ganze noch einmal mehr Spaß. Wer sich einen Stationenpass besorgt hatte, konnte sich auf der Spielstraße und an anderen Stellen Stempel verdienen und die Karte am Ende abgeben, bei einer Verlosung am Ende des Schulfests warteten kleine Preise auf die fleißigen Besucherinnen und Besucher. So nervig das Gewitter auch war, es hatte sein Gutes: die Schulfamilie rückte im wahrsten Sinne des Wortes noch einmal enger zusammen und genoss den Nachmittag am WGG.

Manche Stationen fanden ihren neuen Platz auch in der Turnhalle des Gymnasiums, brauchten aber etwas Geduld, weil wegen des schlechten Wetters dort neben geplanten Vorführungen auch mehrere Ehrungen stattfinden. Neben den Klassen- und Jahrgangsbesten ehrte Schulleiterin Tabea-Stephanie Amtmann zusammen mit den Lehrkräften Barbara Niedrig (Mathematik) und Michael Gräf (Sport) dort auch erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler wie Handball-, Faustball- und Turnteams, in denen Schülerinnen und Schüler des WGG aktiv sind oder sogar die ganze Mannschaft stellen; ebenso wurden die Sportkletterer nicht vergessen, die an regionalen und überregionalen Wettbewerben teilnahmen. Auch die Schülerinnen und Schüler, die bei „Mathegym“ erfolgreich waren, erhielten bei der dieser Gelegenheit ein besonderes Lob. Wir sagen ebenfalls Herzlichen Glückwunsch zu allen Erfolgen!

OStR Jens König