Am Donnerstag, den 30.04. unternahmen die Schulsiegerin des spanischen Vorlesewettbewerbs Sarah Pätzold belgeitet von Darja Enbrecht und ihrer Spanischlehrerin Stefanie Gerber die längere Zugreise zum bayerischen Landesfinale von Leo Leo im Instituto Cervantes (Spanisches Sprachinstitut, kurz IC) in München. Dort wurden sie freundlich in Empfang genommen und konnten sich am Buffett mir Brezn, Obst und Getränken stärken.
Eröffnet wurde der Wettbewerb durch Dr. Carmen Pastor, Direktorin des Instituto Cervantes. In ihrer Rede betonte sie den großen Wert des Vorlesens in der Fremdsprache. Hierzu gehörten die kontextuale Erweiterung des Wortschatzes und die Anwendung eines authentischen Sprachgebrauchs der literarischen Werke. Bei einem Wettbewerb wie dem heutigen komme natürlich noch eine ordentliche Portion emoción dazu, so Sra. Pastor.
Dr. Susana Mimbrera Olarte, die Vertreterin der Consejería de Educación (der Bildungsabteilung) der Spanischen Botschaft, konstatiert in ihrem Grußwort, dass gerade in der heutigen Zeit sei das Beherrschen von Fremdsprachen eine wertvolle Kompetenz sei. Bekannte Aussagen zum Sprachenlernen wie „Sprachen öffnen Türen“, „Jede Sprache lässt dich eine neue Welt entdecken“ oder „Sprachen verbinden Menschen“ sehe sie mit dieser Veranstaltung bekräftigt. Sie freue sich deshalb für die jungend Sprachtalente, denn die Teilnahme am bayerischen Finale bedeute bereits gewonnen zu haben. Abschließend wünschte sie ihnen ¡Animo y mucha suerte! (frohen Mut und viel Glück).
Im Anschluss erklärte Doris Jakob-Fuchshuber, Vorsitzende des DSV Bayern, den Ablauf des Wettbewerbs, der zwei Halbfinalen und ein Finale umfasste. Zudem stellte sie die Jury vor, die aus einer Vertreterin des Klett-Verlags, eines Professors der spanischen Sprache aus Wien, je einer Vertreterin des DSV und des IC, einer Spanischstudentin sowie einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin der Hochschule bestand.
Mit bereits deutlicher Anspannung gingen die Teilnehmerinnen und der Teilnehmer jetzt auf die Bühne und trugen dem Publikum und der Jury verschiedene trabalenguas (spanische Zungenbrecher) sowie den eingeübten Lesetext aus der Lektüre vor. Gelesen wurde aus der Lektüre „Noticias de un hacker“ von María Wagner Civera , erschienen im Klett-Verlag. Im Finale war die Spannung noch einmal groß, als ein unbekannter Text vorgelesen werden musste.
Bei der anschließenden Siegerehrung gab es eine Liveschaltung zum aip Language Institute in Valencia, das den ersten Preis vorstellte: eine Sprachreise nach Valencia für einen einwöchigen Sprachkurs inklusive Kulturprogramms. Dazu gab es noch den Hoodie zum diesjährigen Wettbewerb. Der zweite Preis umfasste einen Online-Sprachkurs des Formats AVE vom IC sowie einen Gutschein über 50 Euro in einer spanischen Buchhandlung, Letzterer wurde auch an den dritten Platz vergeben. Am Ende wurden auch alle Teilnehmenden mit einer Urkunde für ihre Teilnahme geehrt und bekamen ein Exemplar der vorgetragenen Lektüre geschenkt. Alle Organisatorinnen sowie die bayerischen Spanischlehrkräfte freuen sich bereits aufs nächste Jahr, wenn es wieder heißt: Leo leo – ¿qué lees?
Auch wenn Sarah die Finalrunde nicht erreicht hat, war es doch ein aufregender und interessanter Wettbewerb, der neue Einblicke in die spanischsprachige Kulturarbeit bot und sie sicherlich weiter zum Sprachenlernen motiviert. Die beiden Schülerinnen konnten dabei außerdem das IC München mit seinem vielfältigen Sprach- und Kulturangebot kennenlernen und einen kleinen Blick in die hauseigene Bibliothek werfen.
Vielleicht können wir diesen Einblick zukünftig Rahmen einer Kursfahrt noch zusammen mit den anderen Spanischschülern und Spanischschülerinnen vom WGG vertiefen! So der Wunsch von Sarah und Darja.
Stefanie Gerber

