Der erste Eindruck kann trügen – wer am Samstag, dem 25. Januar, zwischen 10 und 13 Uhr die ganze Zeit in einem der geöffneten Räume des Walter-Gropius-Gymnasiums verbrachte, der konnte denken, dass der Infotag der Schule zwar ordentlich besucht war, aber ohne den ganz großen Ansturm. Doch wer von einem Fachraum zum nächsten wanderte, sich die verschiedenen Aktivitäten anschaute und über das vielfältige Angebot des Selber Gymnasiums informierte, der merkte schnell, dass an diesem Tag der offenen Tür jede Menge kleine und große Besucher die Gelegenheit nutzten, das WGG zu erkunden.
Und Angebote dazu gab es reichlich: der Tag der offenen Tür dient zur Information für die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen, die kurz vor der Entscheidung über den Übertritt an eine weiterführende Schule stehen – bietet aber auch die Möglichkeit für Ehemalige, ihrer alten Schule einen Besuch abzustatten. Bereits kurz vor 10 Uhr kamen die ersten Besucherinnen und Besucher an, sie wurden am Tutorenstand mit Infomaterial versorgt, alle Kinder bekamen zudem einen Entdeckerpass: an verschiedenen Stationen in den Räumen konnten sie sich Stempel abholen, wenn sie eine Aufgabe erfolgreich gelöst hatten und am Ende hielten die Tutoren eine kleine Belohnung für sie bereit.
Auf dem Rundgang durch die Schule konnten sie spielen wie Kinder im alten Rom, mehr über Robotik erfahren, sich in der Turnhalle austoben und erkunden, welche Möglichkeiten das WGG in Sachen Sport zu bieten hat. Sie staunten über Feuer in der Chemie-Show, das merkwürdigerweise gar nichts verbrannte, lösten Matherätsel, schmökerten in den Büchern der Schülerbibliothek oder probierten tatkräftig die Instrumente aus, die in der Bläserklasse gespielt werden.
In der Pausenhalle der Schule informierten die Partner des WGG über ihr Engagement: Elternbeirat und Verein der Freunde waren ebenso vertreten wie das Schülercafé OASE, das für die Nachmittagsbetreuung verantwortlich zeichnet; der VER Selb bot den „Gamechanger“ zum Ausprobieren an. Die Schülermitverantwortung SMV sorgte für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher, während Beratungslehrerin Bettina Lohse und Schulpsychologin Julia Lippert Fragen rund um Abläufe und Wege am Gymnasium beantworteten. Wie am Walter-Gropius-Gymnasium mit den modernen Medien gearbeitet wird, war in allen Räumen live zu sehen, über das Konzept „Digitale Schule der Zukunft (DSdZ)“ informierte eine eigene Station. Großer Anziehungspunkt war natürlich der Raum mit Schulhund Zilly, zusammen mit dem zweiten Schulhund Sammy ist sie ein wichtiger Partner für alle Schülerinnen und Schüler.
Von 11 bis 12 Uhr konnten die Kinder auch einmal ohne Eltern unterwegs sein, die Tutoren führten sie durch das Schulhaus, während die Erwachsenen im Atrium allgemeine Informationen zum WGG und zum Übertritt erhielten. Nach der Begrüßung durch Schulleiterin Tabea-Stephanie Amtmann erläuterte ihre Stellvertreterin Dr. Christine Wlasak-Feik kurz die Grundlagen der Einteilung der 5. Klassen und worauf bei dieser Einteilung am Selber Gymnasium Wert gelegt wird. Bettina Lohse zeigte die Voraussetzungen für den Übertritt auf, präsentierte die Ausbildungsrichtungen und Wege im bayerischen Schulsystem und wies auf die wichtigen Termine bei der Anmeldung hin, die Anfang Mai ablaufen wird. Unterstufenbetreuer Jens König gab Einblicke in die Zeit nach dem Schulwechsel, was in der 5. Klasse passieren wird und wie die Tutoren die neuen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten unterstützen.
Drei Aktivitäten, die das WGG besonders auszeichnen, durften in diesem Infoblock nicht fehlen: die Musiklehrer Florian Niedrig und Mathias Elser stellten die Bläserklasse nicht nur vor, sondern ließen das Ensemble auf der Bühne auch auftreten und auf die Besucher wirken. Michael Gräf ist Ansprechpartner für das Wahlfach Klettern, das WGG ist Stützpunktschule in diesem Bereich und kooperiert mit dem Deutschen Alpenverein. Ein weiterer Partner ist der VER Selb, auch diese Zusammenarbeit ermöglicht dem Selber Gymnasium das Prädikat Stützpunktschule. Anke Saalfrank erklärte, wie diese Kooperation abläuft und präsentierte auch die ersten Erfolge, unter anderem hat das WGG erneut das Landesfinale der Schule im Eisschnelllauf erreicht. Auch in anderen Sportarten stellt das Selber Gymnasium Mannschaften, die regelmäßig bei Wettbewerben auf Bezirks- und Landesebene mitwirken können.
Kompakt wurde dieser Infoblock gehalten, damit die Besucher noch genügend Zeit hatten, um die Runde durch die Schule fortzusetzen. Auf den Gängen, in der Pausenhalle und rund um das Atrium drängten sie sich, besuchten Shows bei den Naturwissenschaften und den Vortrag zu den Schulhunden oder nutzten die Zeit für Gespräche. Und sie gewannen einen guten Eindruck, wie das Konzept der Schulfamilie am WGG gelebt wird: nicht nur die Lehrkräfte waren beim Tag der offenen Tür vor Ort, auch ganz viele Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums hatten sich bereit erklärt, an den verschiedenen Stationen mitzuhelfen und sich zu engagieren. Dieses gelungene Zusammenspiel überzeugte die Familien, wie sie in vielen Gesprächen betonten, viele Kinder wollen gerne ab September das Walter-Gropius-Gymnasium besuchen.
Und auch der Selber Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch, der es sich nicht nehmen ließ, die Ausbildungsmesse an der Mittelschule und den Tag der offenen Tür zu besuchen, fand lobende Worte: „Das ist eine ganz tolle Atmosphäre hier. Man merkt, dass den Lehrkräften die Kinder wirklich wichtig sind. Sie werden ganz herzlich empfangen und es macht richtig Freude zuzusehen, wie viel Spaß die Schülerinnen und Schüler mit den Viertklässlern zusammen haben. Ein tolles Konzept für diese Veranstaltung.“
OStR Jens König

