Treffen mit Grundschulen: Es bleibt spannend, jetzt und in Zukunft

Am WGG ist die Arbeit mit digitalen Medien mittlerweile gang und gäbe: Einträge in GoodNotes, digitale Schulbücher und Recherchen online gehören zum Alltag in den verschiedenen Klassen und Jahrgangsstufen des Gymnasiums. Doch wie sieht es an den Grundschulen aus? Mit dem Thema „Digital Natives (from the) first grade“ beschäftigte sich das diesjährige Treffen der Lehrkräfte des Gymnasiums und der Grundschulen der Umgebung. Lehrerinnen und Lehrer unter anderem aus Selb, Schönwald, Kirchenlamitz oder Hohenberg-Schirnding waren an das WGG gekommen und teilten ihre Erfahrungen mit Kolleginnen und Kollegen, die in den aktuellen 5. Klassen unterrichten.

Der Grundtenor war dabei schnell gefunden: die Arbeit mit digitalen Medien ist sinnvoll, aber sie muss auch an den richtigen Stellen eingesetzt werden. Denn die Kinder dürfen nicht nur vor die Geräte gesetzt werden, sie brauchen auch eine klare und kluge Einführung in deren Nutzung, was sie also machen können und dürfen, aber auch, was nicht. Der Blick in die Grundschulen zeigt, dass Lernapps und Recherchemöglichkeiten auch dort bereits mit Hilfe von Tablets und Laptops genutzt werden, das große Feld der Medienerziehung müsste aber nach Ansicht vieler Lehrkräfte noch ausführlicher in den Unterricht integriert werden, der Faktor Zeit spielt hier jedoch eine Rolle, weil die Möglichkeiten dafür nur schwer zu schaffen sind. Am Selber Gymnasium wird dieser Bereich in Verbindung mit der Einführung der Tablets in der 6. Jahrgangsstufe umgesetzt, abgeschlossen ist er aber auch dann noch nicht, wenn die Tablets im Schulalltag zum Einsatz kommen. In der angeregten Diskussionsrunde wurde ebenfalls deutlich, dass alle Lehrkräfte gespannt auf die zukünftigen Entwicklungen blicken, weil die Verfügbarkeit von digitalen Medien und Werkzeugen allein nicht reichen wird, sondern die Rahmenbedingungen auch klar abgesteckt werden müssen, um eine erfolgreiche Arbeit damit zu gewährleisten.

Die Gespräche rund um dieses Thema hätten sicher noch länger dauern können, aber die Zeit an diesem Nachmittag war leider begrenzt. Zum Treffen gehören nämlich auch die Informationen und Gespräche zu den Kindern, die jetzt in ihrem ersten Jahr das Gymnasium besuchen. Wie ihr Weg sich nach der Grundschule fortgesetzt hat, konnten die Lehrkräfte im Austausch erfahren und sich im kleinen Kreis mit den Kolleginnen und Kollegen des WGG unterhalten. Insgesamt nahmen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer fast zwei Stunden Zeit und waren sich einig bei einem Blick in die Zukunft: auch 2025 soll auf jeden Fall wieder ein Treffen stattfinden, die spannenden Themen werden sicher nicht ausgehen.

OStR Jens König