Digitale Schule – so geht es im kommenden Schuljahr weiter

Seit der Gründung des Medienteams hat die Gruppe, die seit einigen Monaten von StRin Anke Saalfrank und OStRin Stefanie Spangler geleitet wird,  viel bewegt, initiiert und angestoßen. Noch ist das laufende Schuljahr in vollem Gange, doch der Blick richtet sich schon nach vorne. Wie wird es im neuen Schuljahr mit dem Pilotprojekt weitergehen? Wichtig für künftige Weichenstellungen sind die Resultate der vor den Pfingstferien durchgeführten Evaluation. Mit Spannung wurde also die Auswertung erwartet…

StRin Anke Saalfrank erklärt anhand der aussagekräftigen Diagramme den weiteren Fahrplan für das Pilotprojekt „Digitale Schule“

Ergebnisse der Evaluation

Bei der groß angelegten, digital durchgeführten Umfrage im zweiten Halbjahr, die an Eltern- und Schülerschaft sowie an die Lehrkräfte gerichtet war, zeigten sich überwiegend positive Ergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 6 und 7 stellten durchgehend eine Lernzuwachs fest, was die eigene Mediennutzung und die Achtsamkeit beim Umgang mit Medien betrifft. Zu den im Unterricht am häufigsten eingesetzten Apps zählen GoodNotes, Keynote und iMovie. Wenn es Probleme gibt, dann sind sie auf eine zu langsame Internet-Verbindung oder auf W-Lan-Ausfall zurückzuführen. Aber alle wissen sich zu helfen: durch Kontakt zur Lehrkraft, zum Technikteam, zu Mitschülern oder durch Eigeninitiative. Wenn es nach den Wünschen der Schülerschaft geht, soll an der jetzigen Nutzungsdauer des Tablets im Unterricht nichts verändert werden.

Von Elternseite wird die Tabletnutzung meist als Bereicherung erlebt, das Kind arbeite gern mit dem digitalen Endgerät. Als positiv wird ferner die gesteigerte Medienkompetenz angesehen und die Selbständigkeit, die die Kinder beim Umgang mit dem Tablet unter Beweis stellen. Gelegentlich wird eine höhere Ablenkbarkeit festgestellt. Manche Eltern bedauern, dass sie nicht mehr so leicht Zugriff auf die Unterrichtsinhalte ihrer Kinder haben.

Auch die Schulleiterin, die in evangelischer Religionslehre selbst in einer iPad-Klasse im Einsatz ist, zieht ein positives Fazit. Den Pilotversuch habe sie als sehr spannend empfunden. „Die Arbeit mit dem Tablet bietet einfach viel mehr Möglichkeiten“, so OStDin Stefanie-Tabea Amtmann.

Und so geht es konkret weiter – Verbesserungen vornehmen und neue Weichen stellen:

Im Vergleich zum ersten Jahr des Pilotprojekts werden die Lernenden ab September 2023 diesmal eine etwas längere Einarbeitungsphase durchlaufen, die Kompetenzen werden langsamer aufgebaut. Auch beim Führerschein lautet die Devise „Schritt für Schritt“. Voraussichtlich kann in den Kernfächern rasch mit dem digitalen Lehrwerk gearbeitet werden: Vor allem in den Fremdsprachen sind hier deutliche Vorteile erkennbar, da die Schülerinnen und Schüler die Texte nun zu Hause anhören und so selbstständig Aussprache und Hörverstehen trainieren können. Eine weitere Neuerung betrifft die Heftführung: Hier wird, zusätzlich zum iPad, verpflichtend ein analoges Heft geführt. In anderen Fächer wie Religion, Natur und Technik liegt die Entscheidung, ob die Mitschriften analog oder digital angefertigt werden, im pädagogischen Ermessensbereich der Lehrkraft.

Auch für die Lehrerseite setzt das Medienteam Impulse und geht neue Wege. So wird es künftig mit dem Gymnasium Altdorf und der dortigen Medien-Expertengruppe einen Online-Austausch geben. Die Schule in Mittelfranken setzt schon seit längerem digitale Medien ein, hat aber noch keine Erfahrungen mit dem iPad in der Unterstufe. So erhoffen sich beide Seiten von der Ideenbörse einen regen Austausch.

Schließlich zeichnet sich sogar für das Datensicherungsproblem, das vielen Kopfzerbrechen bereitet, eine konkrete Lösung an: Über die neue Bayern Cloud Schule haben die Schülerinnen und Schüler künftig Zugriff auf einen sicheren Cloudspeicher.

Sich gut informiert fühlen, bei Fragen eine schnelle Antwort erhalten oder wissen, an wen man sich bei Problemen wendet – diesen Wünschen wird Rechnung getragen, indem das Medienteam auf der Homepage insbesondere für die Elternschaft eine FAQ-Seite veröffentlicht. Auch im neuen Schuljahr können sich unsere Schützlinge weiterhin an das „Schüler helfen Schülern-Projekt“ wenden: Experten aus der Q11 helfen, wenn das Gerät abgestürzt ist, der Stift nicht funktioniert etc.

Um die Schulfamilie über das Pilotprojekt auf dem Laufenden zu halten, soll es künftig in regelmäßigen Abständen kurze Berichte auf der Homepage über das digitale Unterrichtsgeschehen geben.

OStRin Silke Sachs, Mitglied im Medienteam