WGG überzeugt Langnamenverein mit musikalischem Heimatprojekt

Das Walter-Gropius-Gymnasium Selb konnte sich bei der diesjährigen Preisverleihung des „Nordoberfränkischen Vereins für Natur-, Geschichts- und Landeskunde“ über eine besondere Auszeichnung freuen. Das P-Seminar Musik wurde für sein Projekt „Hallo Hometown – Songs über mich und meine Stadt“ mit einem ersten Preis in der Kategorie Gruppenarbeit geehrt. Die Preisverleihung fand im Atrium des WGG statt. Nach der Auszeichnung durch die Unternehmerinitiative Hochfranken und die MB-Dienststelle war dies bereits der dritte Preis für das Seminar.

Das Projekt widmete sich der Frage, was Heimat bedeutet – aus persönlicher und gesellschaftlicher Perspektive. Die Schülerinnen und Schüler schrieben eigene Songs, nahmen diese professionell im Tonstudio auf und präsentierten sie anschließend der Öffentlichkeit. Ein Begleitheft dokumentierte die Songtexte sowie persönliche Gedanken und Erfahrungen der Teilnehmenden während des kreativen Prozesses. Besonders bewegend war laut Jury-Mitglied Ulrich Glas das Lied einer jungen Ukrainerin, die ihre Fluchterfahrungen musikalisch verarbeitete. Glas hob hervor: „Musiker verschiedener Herkunft, Nationalität, Religion und Lebensgeschichten arbeiteten vorbildlich und gewinnbringend zusammen.“

Neben dem WGG wurden weitere herausragende Projekte prämiert. Ein erster Preis ging an das Projekt „Schaut hin – Lyrische Stolpersteine“ der Johann-Georg-August-Wirth-Realschule Hof, das sich intensiv mit dem Holocaust auseinandersetzte. Die Schülerinnen und Schüler besuchten Gedenkstätten in Buchenwald, Krakau und Auschwitz und dokumentierten ihre Eindrücke in einer Ausstellung sowie einem Begleitheft.

In der Kategorie Einzelarbeit wurde Noah Flügel vom Schiller-Gymnasium Hof für seine Untersuchung eines Mehrwegsystems in Hof ausgezeichnet. Sein analytischer Ansatz und seine tiefgehenden Überlegungen beeindruckten die Jury.

Ein weiteres Gruppenprojekt kam vom Jean-Paul-Gymnasium Hof, das sich mit museumspädagogischen Konzepten im Museum Bayerisches Vogtland beschäftigte. Die Schüler entwickelten innovative Wege, um historische Objekte für ein junges Publikum zugänglich zu machen.

Auch das Thema Nachhaltigkeit spielte eine wichtige Rolle. Die Markgraf-Friedrich-Realschule Rehau erhielt für ihr Projekt zur Förderung umweltbewussten Handelns eine Auszeichnung. Im Rahmen einer „Nachhaltigkeits-Challenge“ wurde während eines ganzen Schuljahres jeden Monat ein spezifisches Thema zur Förderung nachhaltigen Verhaltens behandelt.

Die ersten Preise waren mit jeweils 500 Euro, der zweite Preis mit 300 Euro und der dritte Preis mit 150 Euro dotiert.

OStR Florian Niedrig