WGG sahnt bei „Jugend forscht“ ab

Etwas Hoffnung bestand, dass die fünf Jungs des WGG heuer nicht leer ausgehen, wenn es in der Kulmbacher Dr.-Stammberger-Halle wieder heißt „Jugend forscht“. Aber da Oberfranken erneut einen der größten Regionalwettbewerbe in ganz Deutschland ausrichtete, wenn auch mit 79 Teams diesmal nicht ganz die 100 geknackt wurden, wie in den letzten Jahren, war die Konkurrenz auch heuer wieder groß. Dass am Ende alle fünf einen Preis erhielten übertraf dann aber die Hoffnungen.

In der Kategorie „Jugend forscht Junior“ traten die Brüder Niels und Tim Rödel an. In der Sparte Physik haben sie die Temperaturabhängigkeit der Stärke von Magneten untersucht, indem sie diese im Backofen erwärmt oder mit Eis gekühlt haben, anschließend in einem Kupferrohr fallen ließen und die Fallzeit gemessen haben. Ihre Arbeit überzeugte durch ihre gute Idee so, dass sie den Sonderpreis der IHK Oberfranken bekommen haben.

Maximilian Neupert, Maximilian Dengler und Timo Lottes traten in der Kategorie „Jugend forscht“, also dem Hauptwettbewerb an. Sie wollten einen Faserverbundstoff erfinden, der eine umweltfreundliche Alternative zu GFK oder Karbonfaser-Verbundstoffen ist. Sie experimentierten mit verschiedensten Naturstoffen wie Zitronen- und Milchsäure, sowie unterschiedlichen Geweben wie z.B. Leinen. Die drei Jungs sind der Firma Netzsch Gerätebau sehr dankbar, die sie mit einer Gussform, dem Gewebe und den Chemikalien versorgte.

Obwohl ihre Versuche, die sie bis kurz vor dem Wettbewerb noch durchführten, nicht zu einem verwertbaren Material führten, erhielten sie völlig überraschend den dritten Preis in der Sparte Arbeitswelt. Hier wurde ihre Ausdauer und Beharrlichkeit belohnt und ihre vielen eigenen Ideen bei der Umsetzung. Sollte sich nun auch noch Erfolg einstellen und sie tatsächlich einen ausreichend harten Verbundstoff erfinden, könnte im nächsten Jahr der Sieg herausspringen.

StD Jürgen Grießhammer