Anfang Februar war es wieder soweit. Vom 9. bis 11. Februar 2026 fanden an unserer Schule für die 8. Jahrgangsstufe die Suchtpräventionstage unter der Leitung von Kriminaloberkommissarin Frau Stefanie Vollert statt. Wir erfuhren zahlreiche Fakten und bekamen ehrliche Antworten rund zum Thema Sucht und absolvierten u.a. auch einen Parcours.
Warum fangen Leute mit Drogen, exzessivem Gaming oder Trinken an? Die Beamtin erklärte uns, dass Sucht häufig ein Versuch ist, persönliche Probleme zu unterdrücken oder im Freundeskreis cool zu sein. Stress mit den Eltern, Leistungsdruck oder Einsamkeit werden einfach „wegbetäubt“.
Im Körper läuft dabei stets derselbe Prozess ab: Der Botenstoff Dopamin wird freigesetzt und sorgt dafür, dass wir uns für eine gewisse Zeit gut fühlen. Mit der Zeit verlangt der Körper immer stärker nach diesem Gefühl, um sich „normal“ zu fühlen. Viele Abhängige erkennen ihr Problem nicht an, weil sie sich einreden, alles unter Kontrolle zu haben.
Ein besonderer Schwerpunkt war das Thema Cannabis. Fast jeder zehnte Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren hat schon einmal Cannabis konsumiert. Allerdings sind die Auswirkungen im Jugendalter gravierender als bei Erwachsenen. Da sich das Gehirn in diesem jungen Alter noch im Umbau befindet, kann der Konsum zu Schädigungen wie Psychosen oder Lernschwierigkeiten führen. Der Besitz von Cannabis ist seit 2024 zwar unter bestimmten Bedingungen für Erwachsene erlaubt, für Minderjährige gilt diese Regelung jedoch nicht. Vor allem im Straßenverkehr, auch beim Fahrrad- oder Rollerfahren, ist der Konsum verboten, da er die Reaktionsfähigkeit deutlich beeinträchtigt.
Um dies zu verdeutlichen, durften wir mit einer sogenannten Rauschbrille die theoretisch dargelegten Fakten erproben und die Gefährdung selbst erfahren. Dies war sicherlich ein „Highlight“ dieses interessanten Tages.
Zum Abschluss wurde auf Grund der aktuellen Vorfälle nochmals ausdrücklich vor sogenannten „Liquids“ gewarnt. Dabei handelt es sich um Flüssigkeiten für E-Zigaretten, denen teilweise Cannabis oder andere berauschende Substanzen beigemischt werden. Da diese Produkte häufig illegal hergestellt und verkauft werden, ist ihre genaue Zusammensetzung meist unklar. Dies kann zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen, in einigen Fällen sogar zu schweren Komplikationen, die eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich machen.
Abschließend lässt sich sagen, dass Prävention und Aufklärung in diesem Bereich besonders wichtig sind. Sucht entwickelt sich oft schleichend, verdrängt Probleme lediglich und löst sie nicht. Wer Unterstützung benötigt, sollte sich an Freunde, Familie oder Lehrkräfte wenden.
Die gesamte Jahrgangsstufe bedankt sich bei der Kriminalbeamtin Stefanie Vollert für den informativen Vortrag.
Anna Götz und Lilly Goller, Klasse 8a


